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Willibald Greßl
Christbaumkulturen
Hilmanger 25


A-3672 Maria Taferl
Tel.07413/372
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Eigenversuch

Erstmals in Europa starteten wir 1998 den Versuch mehrere Nordmannstannenbaumgattungen in einer Kultur zusammenzuführen um eventuell ganz neue Arten zu schaffen. Dieser Christbaumversuch wird von Hr. Willibald Greßl selbst finanziert. Es handelt sich hierbei um 15 verschiedene Gattungen.

Von jeder Nordmannstannensorte wurden 150 Stk. verpflanzt. Das heißt der Versuch umfaßt 2.250 Nordmannstannen.

Folgende Nordmannstannensorten wurden verwendet:

Nummer: Herkunft: Saatgut kommt aus:
Georgien

1 Ambrolauri/Tlugi B 4803 Dänemark
2 Ambrolauri/Tlugi B 4881 Saatgut Levinsen
3 Borshomi B 4115 Dänemark
4 Borshomi LAZ Moser
5 Adigeni-Zasma B 4805 Dänemark
Rußland (Nordkaukasus)

6 Arkhyz B 4036 Dänemark
Osttürkei

7 Artvin Ortakoy Deutschland
8 Artvin-Savsat-Yayla Dänemark
9 Artvin-Savsat-Meydancik Dänemark
10 Abies bornmuelleriana Bolu-Kökes LAZ Zechmeister
Dänemark

11 (Langesö ard. 88) Mosau LAZ Zechmeister
12 Vallö A 2444 Dänemark
13 Matrup Dänemark
14 Frijsenborg LAZ Kudenholdt
15 Trersdet F527 LHZ Moser

Die folgende Aufstellung zeigt Ihnen die genaue Aufteilung der Tannenarten in der Versuchskultur (Das Rechteck soll die Kultur darstellen). Zur Darstellung wurden die oben zugewiesenen Nummern verwendet.

            9 13 5 15
7 15 10 3 8 5 14 6 11 14
5 13 1 6 2 13 4 9 2 12
12 3 11 8 14 4 8 15 10 1
1 6 9 12 2 7 14 10 3 11

 

Bilanz Frostschäden Winter 2001/2002

Datum: 13.09.2002, 6. Standjahr

 

Die Versuchsfläche wurde im Winter 2001/2002 ebenso wie viele umliegende Anzuchtflächen im Bereich Ostrong sehr stark von Winterfrösten geschädigt.

Die durchschnittliche Ausfallquote von Terminalknospen wurde auf 60 % geschätzt. Die Spreitzung bei den Herkünften liegt zwischen 30 % bei den Spitzen-Herkünften und 90 % bei den schlechten Provenienzen. Eine genaue Aufnahme soll noch in diesem Herbst erfolgen, da Herr Greßl einen Teil der geschädigten Bäume verwerten will.


Willi Greßl, Josef Moser und Wolfgang Herzog haben folgende Reihung der Herkünfte einvernehmlich nach rein optischen Gesichtspunkten festgelegt.

1 Abies bornmuelleriana, Bolu Kökez, Westtürkei

2 Arkhyz-Stavropol, Nordkaukasus, Rußland

3 Matrup, Jütland, DK

4 Vallö Storskov, Plubaum-Plantage, DK

5 Frijsenborg, Jütland, DK

6 Artvin-Savsat-Yayla, Osttürkei

7 Langesö afd. 88, Fünen, DK

8 Tversted F 527, Jütland DK

9 Adigeni-Zasmar, Südgeorgien

10 Borshomi, Zentralgeorgien

11 Ambrolauri-Tlugi, Saatgutlieferant Frost Frö

12 Ambrolauri-Tlugi, Saatgutlieferant Levinsen

13 Artvin-Savsat-Meydancik, Osttürkei

14 Artvin-Ortaköy, Osttürkei

 

a.) Das gute Abschneiden der beiden Spitzenherkünfte Abies bornmuelleriana
und Arkhyz liegt völlig konform mit den Ergebnissen aus den anderen
Versuchen. Auch Yayla liegt überall über dem Durschschnitt, in den meisten
Fällen deutlicher als hier.

b.) Die relativ hohe Empfindlichkeit der Herkünfte Tversted und Langesö
gegenüber klimatisch ungünstigen Standorten ist aus den Versuchsflächen in
Scharnstein und Pusterwald bekannt. Auf den klimatisch günstigen Flächen
liegen diese Herkünfte jedoch im Spitzenfeld. Vor allem bei den Erlösen,
weil sie, wie hier ebenfalls ersichtlich zu den Schnellstartern zu zählen sind.

c.) Das schlechte Abschneiden der beiden Ambrolauri-Herkünfte überrascht
nicht und findet in den anderen Versuchen seine Bestätigung. Ebenso der
Eindruck, daß Borshomi und Adigeni insgesamt etwas besser abschneiden.

d.) Die verhältnismäßig gute Platzierung der Herkünfte Vallö und Frijsenborg
ist auch in Scharnstein zu beobachten. Wir werden Vallö aus diesem Grund
wieder in das Herkunfts-Programm bei Jungpflanzen aufgenehmen.

e.) Das gute Abschneiden der Herkunft Matrup hier in Hilmanger überrascht,
weil die Ergebnisse in Passau in punkto Form und Ausbeute unterhalb des
Durchschnitts liegen.

f.) Die türkischen Provenienzen Ortaköy und Meydancik bilden auch in allen
anderen Flächen das Schlußlicht.


Es muß darauf verwiesen werden, daß sich die angeführte Rangfolge nach einer genauen Auswertung und Qualitätsbeurteilung jedes einzelnen Baumes noch geringfügig verschieben kann.

 
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